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Geschichte der DDR. Stabilität und Krise 1971-1980 Artikel
Buch-Tipp: Aufgewachsen in der DDR - WIR vom Jahrgang 1958 - Kindheit und Jugend Tolles Geschenk!
Habe das Buch kürzlich zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen und es am anderen Tag komplett gelesen. Jedes Foto weckt Erinnerungen an eigene Erlebnisse und Dinge, die ich schon längst vergessen hatte. Sehr zu empfehlen für alle, die 1958 geboren wurden. | |
Am 1.01 werden die Ergebnisse der Volks-, Berufs-, Wohnraum und Gebäudezählung veröffentlicht: Die DDR hat zu dem Stichtag 17.053.699 Einwohner. Am 29.01 erfolgt ein Ministerratsbeschluss über sozialpolitische Maßnahmen. Das sind unter anderem Preissenkungen für verschiedene Textilien und andere Industriewaren und Verbesserungen in dem Sozialversicherungswesen. Der Telefonverkehr zwischen Ost- und West-Berlin wird am 31.01 wieder auf genommen.
Am 1.02 werden Grundlöhne und Mindestrenten erhöht. An den Tagen 24./25.02 findet ein Briefwechsel zwischen dem Vorsitzenden des Ministerrats der DDR, Willi Stoph, und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin (West), Klaus Schütz, über die Aufnahme von Verhandlungen statt.
Die DDR und Chile nehmen am 16. März diplomatische Beziehungen auf; inzwischen haben 28 Staaten die DDR diplomatisch anerkannt.
Auf der 16. Tagung des ZK der SED am 3.05 wird Erich Honecker als Nachfolger von Walter Ulbricht zu dem ersten Sekretär des ZK der SED gewählt. Er löst den "aus Altersgründen" zurückgetretenen Ulbricht ab. Die Schauspielerin und Witwe von Bertolt Brecht, Helene Weigel (* 12.05 1900), stirbt am 6.05 in Berlin.
Vom 15. bis 19.06 findet der VIII. Parteitag der SED statt. Er formuliert als neue Hauptaufgabe "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" und verabschiedet die Direktive für den Fünfjahrplan 1971-1975. Die Volkskammer wählt Erich Honecker am 24.06 zu dem Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR.
Am 5.08 kommt es zu Gesprächen zwischen Erich Honecker, Leonid Iljitsch Breschnew und Nikolai W. Podgorny über "Vervollkommnung und Vertiefung der Zusammenarbeit" zwischen der DDR und der UdSSR.
Am 3.09 unterzeichnen die Botschafter der Vereinigte Staaten Amerika, der UdSSR, Großbritanniens und Frankreichs das Viermächteabkommen über Berlin. Vom 18. bis zu dem 20.09 weilt eine Partei- und Regierungsdelegation der DDR unter der Leitung von Erich Honecker in Polen. Es kommt zu einem Beschluss über pass- und visafreien Reiseverkehr zwischen der DDR und Polen. Am 30.09 wird ein Protokoll über Postverhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR unterzeichnet. Es kommt zu Verbesserungen in dem innerdeutschen Postverkehr.
Ein Ministerratsbeschluss über die Förderung des privaten Wohnungsbaus ab 1972 wird am 21.10 veröffentlicht.
Am 14.11 finden Wahlen zur Volkskammer und zu den Bezirkstagen statt. Offiziell werden 99,85 Prozent der Stimmen für die Kandidaten der Nationalen Front abgegeben. Das ZK der SED und der Ministerrat beschließen am 18.11 einen Preisstopp für Konsumgüter und Dienstleistungen bis 1975. Am 26.11 findet die konstituierende Sitzung der Volkskammer statt. Vorsitzender des Staatsrates ist Walter Ulbricht, Vorsitzender des Ministerrates Willi Stoph.
Der Staatssekretär in dem Bundeskanzleramt der BRD Egon Bahr und der Staatssekretär beim Ministerrat der DDR Michael Kohl unterzeichnen 17.12 das Abkommen über den Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Die Volkskammer verabschiedet am 20.12 ein Gesetz über den Fünfjahrplan 1971-1975.
Eine Vereinbarung zwischen dem Senat von West-Berlin und der DDR über Reise- und Besucherverkehr sowie über Gebietsaustausch wird unterzeichnet.
Buch-Tipp: Der rote Elvis. Dean Reed oder Das kuriose Leben eines US-Rockstars in der DDR Die Geschichte des "Zonen-Cowboys" -ein wirklich kluges Buch Wer sich für die Geschichte des Rock'n Roll, Defa-Filme oder Ost-West-Kultur interessiert, dem kann es wirklich nicht schaden, da mal reinzuschauen . . . fernab aller tumben Stasi-Verschwörungtheorien! Gerade weil Hollywood (bzw. Tom Hanks) das Leben des "Zonen-Cowboys" gern etwas spektakulärer... |
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Im Januar wurde Pass- und visafreier Reiseverkehr zwischen der DDR und Polen (1.01) sowie zwischen der DDR und der ČSSR (15.01) eingeführt.
Der "Deutsche Fernsehfunk" wird am 11.02 in "Fernsehen der DDR" umbenannt.
Die Volkskammer verabschiedet am 9. März das Gesetz über den Schwangerschaftsabbruch (erstmals 14 Gegenstimmen und acht Enthaltungen).
DDR-Außenminister Otto Winzer weilt am 11. März in Moskau. Es kommt zur Unterzeichnung der internationalen Konvention über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer und toxischer Waffen sowie deren Vernichtung.
Am 27./28.04 findet die 5. Tagung des ZK der SED statt. Es wird ein gemeinsamer Beschluss des ZK, des Bundesvorstandes des FDGB und des Ministerrates über sozialpolitische Maßnahmen, unter anderem Erhöhung der Mindestrenten und teilweise Mietpreissenkungen für Neubauwohnungen gefasst.
Am 12.05 wird der Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand zwischen Rumänien und der DDR unterzeichnet.
Der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland beschließt am 17.05 die Ratifizierung der Ostverträge (-> Oder-Neiße-Grenze).
Das Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten tritt am 3.06 in Kraft.
Das ZK der SED und der Ministerrat beschließen am 23.06 Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus.
Am 6./7.07 findet die 6. Tagung des ZK der SED statt. "Weite und Vielfalt" in der Kulturpolitik werden diskutiert, eine Kommission zur Überarbeitung des Parteiprogramms und des Statuts der SED wird eingesetzt und ein Beschluss über die Verstaatlichung von privaten Unternehmen und Betrieben mit staatlicher Beteiligung wird gefasst.
Bei den Olympischen Sommerspielen in München vom 26.08 bis zu dem 11.09 erreicht die DDR in der inoffiziellen Medaillenwertung vor der Bundesrepublik Deutschland den dritten Platz.
Aus Anlass des 23. Jahrestages der DDR-Gründung erlässt der Staatsrat der DDR am 6.10 eine Amnestie für politische und kriminelle Straftäter. Nach offiziellen Angaben werden mehr als 30 Tausend Personen entlassen, ein Teil von ihnen in den Westen.
Die Volkskammer verabschiedet am 16.10 das Gesetz über den Ministerrat der DDR: Aufwertung des Ministerrates als Regierungsorgan gegenüber dem Staatsrat.
Am 24.11 tritt die DDR der UNESCO bei.
In der Zeit vom 7.-28.12 nimmt die DDR zu verschiedenen neutralen und westlichen Staaten diplomatische Beziehungen auf.
Am 13.12 wird die DDR Mitglied in der Wirtschaftskommission der UNO für Europa (ECE). Am 21.12 kommt es zur Unterzeichnung des Grundlagenvertrages zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland.
Buch-Tipp: Deutsche Geschichte Geschichte mal nicht langweilig Mein Sohn (12 Jahre alt) wollte etwas über die Geschichte Deutschlands erfahren. Während sich einige andere Geschichtsbücher, die er schon gelesen hat, seiner Meinung nach häufig "endlos dahinzogen", fand er das Buch von Manfred Mai sehr kurzweilig und auf den Punkt gebracht - also Geschichte mal richtig gut... |
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In der Zeit vom 5. bis 22.01 nehmen weitere 13 Staaten (darunter Spanien, Italien und die Niederlande) diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
Kurt Hager, Sekretär des ZK der SED, wendet sich am 26.01 auf einer Tagung der Präsidien des Kulturbundes, der Künstlerverbände und der Akademie der Künste der DDR gegen die These von einer einheitlichen deutschen Kulturnation und betont die Herausbildung einer sozialistischen Kultur der DDR.
Am 2.02 tritt die DDR der Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen bei.
Die NATO-Staaten Frankreich und Großbritannien nehmen am 9.02 diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
Am 1. März wird die Verordnung des Ministerrates über die Tätigkeit ausländischer Publikationsorgane und ihrer Korrespondenten in der DDR veröffentlicht.
In der Zeit vom 5. bis 7. März werden Korrespondenten der ARD, des ZDF sowie von Zeitungen und Zeitschriften aus der Bundesrepublik Deutschland der DDR akkreditiert.
Die DDR lehnt am 8. März Wiedergutmachungszahlungen an Israel in jeder Form ab.
Am 14./15. März trifft sich in Düsseldorf eine Delegation des FDGB mit Vertretern des DGB.
Japan nimmt am 15.04 diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
Am 4.05 stirbt der SED-Politiker Anton Ackermann (* 1904) in Berlin.
Am 30./31.05 findet ein Treffen des Bundestagsfraktionvorsitzenden Herbert Wehner (SPD) und Wolfgang Mischnick (FDP) mit Erich Honecker statt.
Der Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland (Grundlagenvertrag) tritt am 21.06 in Kraft.
Eine Einigung der Sportverbände DTSB und DSB über innerdeutsche Sportbeziehungen scheitert am 2.07 an der Frage der Einbeziehung West-Berlins.
Vom 28.07 bis 5.08 finden in Ost-Berlin die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt. Das Bundesverfassungsgericht entscheidet am 31.07, dass der Grundlagenvertrag mit dem Grundgesetz vereinbart ist. Am 1.08 stirbt Walter Ulbricht (* 1893) in Ost-Berlin.
Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland werden am 18.09 Mitglied der UNO. Auf der 10. Tagung des ZK der SED am 2.10 wird über ein Wohnungsbauprogramm für die Jahre 1976-1990 beraten.
In der Nachfolge von Walter Ulbricht wird am 3.10 Willi Stoph von der Volkskammer zu dem Vorsitzenden des Staatsrates der DDR gewählt. Horst Sindermann wird Vorsitzender des Ministerrates.
Am 5.11 wird eine Verdopplung des Mindestumtausches durch die DDR verkündet. Besucher aus "nichtsozialistischen Staaten und West-Berlin" müssen ab dem 15.11 beim Besuch der DDR 20,- DM und beim Besuch Ost-Berlins 10,- DM zu dem Kurs 1:1 in Mark der DDR umtauschen.
Buch-Tipp: Die DDR. Eine Dokumentation mit zahlreichen Biografien und Abbildungen Die DDR, plötzlich wieder ganz lebendig Über das Thema DDR ließen sich ja Bände schreiben - und sind auch schon geschrieben worden. Dieses Buch ist aber eine Besonderheit: Es fasst nicht ca. die politischen und historischen Geschehnisse zusammen und ist leicht lesbar, sondern berichtet auch über den Alltag der Menschen in der DDR. Zahlreiche... |
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Auf Anordnung des Ministeriums des Inneren der DDR müssen DDR-Kraftfahrzeuge ab dem 1.01 anstelle des bisherigen "D" das Zeichen "DDR" anbringen.
Die DDR wird am 1.01 Mitglied der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
Am 28.01 wird das 3. Jugendgesetz von der Volkskammer verabschiedet.
Günter Guillaume, persönlicher Referent Willy Brandts, wird am 25.04 unter dem Verdacht der Spionage für die DDR festgenommen.
Am 30.04 fällt der gemeinsame Beschluss des SED-Politbüros, des Ministerrates und des FDGB-Bundesvorstandes über weitere Maßnahmen zur Durchführung des sozialpolitischen Programms, unter anderem eine Erhöhung des jährlichen Mindesturlaubes.
Die Ständigen Vertretungen in Bonn und Ost-Berlin werden am 2.05 eröffnet. Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in der DDR wird Günter Gaus, Ständiger Vertreter der DDR in der Bundesrepublik Deutschland Michael Kohl.
Das DDR-Außenministerium protestiert am 20.06 gegen die beZieligte Einrichtung des Umweltbundesamtes der Bundesrepublik Deutschland in West-Berlin.
Am 29.06 trifft die Deutsch-deutsche Grenzkommission eine Vereinbarung über den Grenzverlauf und den Fischfang in der Lübecker Bucht.
Die Vereinigte Staaten Amerika nehmen am 4.09 diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
Die Staatsbank der DDR gibt am 14.09 neue Banknoten aus. "Mark der DDR" (M) löst als Währungsbezeichnung "Mark der Deutschen Notenbank" (MDN) ab.
Die Volkskammer beschließt am 27.09 das "Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 7. Oktober 1974". Alle Bezüge auf die "deutsche Nation" werden gestrichen, ein neues Gerichtsverfassungsgesetz wird erlassen und es kommt zu einer personellen Umbesetzung des Ministerrates.
Der am 5.11 1973 verdoppelte Mindestumtausch für Besucher der DDR und Ost-Berlins wird mit Beschluss vom 26.10 ab dem 15.11 von 20,- DM auf 13,- DM bzw. von 10,- DM auf 6,50 DM gesenkt. Personen unter 16 Jahren und Rentner werden mit Beschluss vom 10.12 mit Wirkung vom 20.12 vom Mindestumtausch befreit.
In einem Hirtenbrief wenden sich am 17.11 die katholischen Bischöfe der DDR gegen das staatliche Erziehungsmonopol.
Am 11./12.12 wird ein Abkommen über die Verbringung von Abfallstoffen von West-Berlin in die DDR geschlossen.
Ein Abkommen über Fortführung der Swing-Regelung in dem innerdeutschen Handel für den Zeitraum 1976-1981 (Höchstgrenze 850 Mio. DM) wird am 12.12 abgeschlossen.
Buch-Tipp: Die vergessene Generation. Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen ein wichtiges, aufregendes Buch Einen großen Dank an Sabine Bode, die mir als 1960 geborener über mögliche aber nie äußerste Traumata unserer Elterngeneration auf sensible, kluge und gut recherchierte Art Erklärungen anbietet, von denen ich in dem Augenblick ca. spüren kann, dass sie tatsächlich auch in unserer Generation von enormer Bedeutung... |
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Oskar Fischer wird nachdem Rücktritt Otto Winzers am 20.01 neuer Außenminister der DDR.
Am 26.07 wird eine Vereinbarung über die Koordinierung der Volkswirtschaftspläne der UdSSR und der DDR für den Zeitraum 1976-1980 geschlossen.
Vom 30.07 bis zu dem 1.08 findet das KSZE-Gipfeltreffen in Helsinki statt. Es kommt am 1.08 nach zweijährigen Verhandlungen zur Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki. Zu den Unterzeichnern gehören die Bundesrepublik Deutschland und die DDR. Am Rande der Konferenz treffen sich Bundeskanzler Helmut Schmidt und der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker.
Die Volkskammer verabschiedet am 16.09 das neue Zivilgesetzbuch (ZGB).
Auf der UNO-Vollversammlung am 24.09 in New York bringen die Außenminister der DDR und der Bundesrepublik Deutschland die unterschiedlichen Standpunkte ihrer Regierungen zur deutschen Frage zu dem Ausdruck.
Leonid Iljitsch Breschnew und Erich Honecker unterzeichnen am 7.10 in Moskau einen neuen "Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand" zwischen der UdSSR und der DDR.
Die Regierung der DDR und der Senat von West-Berlin treffen am 29.10 eine Übereinkunft über gegenseitige Hilfeleistung bei Unglücksfällen in Grenzgewässern.
Günter Guillaume und seine Ehefrau werden am 15.12 wegen Spionage für die DDR zu 13 bzw. acht Jahren Haft verurteilt.
Am 19.12 kommt es zu einer Vereinbarung zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland über den Ausbau der Transitstrecken nach Berlin.
Buch-Tipp: Hand aufs Herz. für die "Generation Golf" interessant Meine politische Erinnerung beginnt mit der "Abwahl" Helmut Schmidts. Ich wollte diese Persönlichkeit, die man sich heute noch in dieser Art an vielen Stellen wünschen würde, näher kennenlernen.
Dies gelingt vorallem auch zwischen den Zeilen, in einem Gespräch mit jemanden, der mit seinem glaskaren Verstand... |
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Ein Post- und Fernmeldeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR wird am 30. März unterzeichnet.
Am 23.04 wird der "Palast der Republik" am Marx-Engels-Platz (früher und heute wieder: Schlossplatz) in dem Zentrum von Berlin, Hauptstadt der DDR (Ost-Berlin), feierlich eröffnet.
Ein Konsularabkommen zwischen der DDR und Großbritannien wird am 4.05 in Ost-Berlin unterzeichnet.
Vom 18. bis 22.05 tagt der IX. Parteitag der SED in dem Palast der Republik. Die Delegierten beschließen ein neues Programm und ein verändertes Statut. Erich Honecker nimmt den Titel "Generalsekretär" an.
Das ZK der SED, der Bundesvorstand des FDGB und der Ministerrat beschließen am 27.05 gemeinsam über weitere sozialpolitische Maßnahmen. Unter anderem werden die Mindestlöhne und die Mindestrenten erhöht und Maßnahmen zur Förderung berufstätiger Mütter getroffen.
Am 24.06 beschließt die Volkskammer, alle Volksvertretungen künftig für die Dauer von fünf statt wie bisher vier Jahren zu wählen. Das aktive und passive Wahlalter sinkt von 21 auf 18 Jahre.
Am 29./30.06 findet in Ost-Berlin eine Konferenz der kommunistischen Arbeiterparteien Europas statt. Unter den 29 teilnehmenden Parteien befinden sich auch die italienische und die spanische kommunistische Partei, die für den Eurokommunismus eintreten. Das Neue Deutschland, die Parteizeitung der SED, druckt ihre Stellungnahmen in dem Wortlaut ab.
Der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) hält vom 7.-9.07 seine 30. Tagung in Ost-Berlin ab. Es werden unter anderem die Beziehungen zur EWG beraten.
Bei den Olympischen Sommerspielen vom 17.07 bis 1.08 in Montréal belegt die DDR in der inoffiziellen Medaillenwertung hinter der UdSSR und vor den Vereinigte Staaten Amerika den zweiten, die Bundesrepublik Deutschland den vierten Platz.
Bei den Wahlen zur Volkskammer und zu den Bezirkstagen am 17.10 stimmen laut offiziellen Angaben 99,86 Prozent für die Einheitsliste der Nationalen Front.
Am 26.10 wird die Berliner Ordinarienkonferenz durch Dekret des Vatikans zu einer von der Fuldaer Bischofskonferenz unabhängigen Berliner Bischofskonferenz.
Die konstituierende Sitzung der Volkskammer wählt am 29.10 Willi Stoph zu dem neuen Vorsitzenden des Minsterrates und Erich Honecker zu dem Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates. Gleichzeitig löst Honecker Stoph als Vorsitzender des Staatsrates ab. Horst Sindermann wird Präsident der Volkskammer.
Am 16.11 wird der Liedermacher Wolf Biermann ausgebürgert. Er befindet sich gerade auf einer Konzertreise in der Bundesrepublik Deutschland, als ihm die Rückkehr in die DDR untersagt wird.
In den Tagen 18.-21.11 findet eine breite Solidarisierung von DDR-Intellektuellen mit Wolf Biermann statt. Es kommt zu Verhaftungen (u.a. Jürgen Fuchs). In der DDR-Presse werden Zustimmungserklärungen zur Ausbürgerung Wolf Biermanns abgedruckt.
Am 26.11 wird Robert Havemann unter Hausarrest gestellt.
Buch-Tipp: Neulich im Geißbockheim. Das total unglaubliche FC-Buch Ein tolles Buch ! Das Buch - Neulich in dem Geißbockheim - beinhaltet fiktive Geschichten aus der Führungszentrale des 1. FC Köln. Dabei wird in dem Stil eines Rollenspiels die Vorstandsetage des Vereins humorvoll auf die Schippe genommen. Die 25 Kapitel beinhalten angeblich heimlich mitgeschnittene Meetingprotokolle der Entscheidungsträger Wolfgang... |
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Die 5. Tagung des ZK der SED berät am 17./18. März über Wirtschaftspolitik und fasst einen Beschluss zur Entwicklung des Bauwesens.
Rainer Kunze siedelt am 14.04 in die Bundesrepublik Deutschland über. Weitere Schriftsteller und Künstler folgen in den nächsten Monaten.
Am 16.06 verabschiedet die Volkskammer ein neues Arbeitsgesetzbuch der DDR (AGB).
Am 23.07 wird Rudolf Bahro (nach der Veröffentlichung des Buches "Die Alternative" in der Bundesrepublik Deutschland) verhaftet.
Am 7.10 kommt es auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin zu Jugendkrawallen. Dabei kommen drei Menschen zu Tode, davon zwei Bereitschaftspolizisten.
Am 20.12 kommt es zu einer Einigung über den Ausbau der Autobahn zwischen den Grenzkontrollstellen Helmstedt (BRD) und Marienborn (DDR).
Buch-Tipp: Stadionpartisanen - Fans und Hooligans in der DDR Referenzbuch Stilistisch sowie inhaltlich das Referenzbuch über Fußballfans in der DDR,erfreuliche Erscheinung in dem ansonsten reißerisch oder soziologisch belasteten Genres der Fußballfan/Hooliganbücher. Als langjähriger DDR-Oberliga Stadionbesucher kann ich dem Buch absolute Glaubwürdigkeit bescheinigen. Einzige Einschränkung:Stadionpartisanen... |
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Das bundesdeutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" veröffentlicht am 2.01 den ersten Teil eines "Manifest des Bundes der demokratischen Kommunisten Deutschlands". Die DDR-Behörden schließen daraufhin das "Spiegel"-Büro in Ost-Berlin.
Am 6. März führt Erich Honecker ein Gespräch mit dem Vorstand der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen in der DDR unter der Führung von Bischof Albrecht Schönherr .
Eine Staatsdelegation der DDR besucht von 5.-8.06 Paris. Es werden Gespräche über beiderseitige Wirtschaftsbeziehungen geführt.
Erich Honecker empfängt am 7.06 eine Delegation der PLO unter der Leitung von Jassir Arafat.
Am 25.06 ergeht ein bischöfliches Rundschreiben an die Gemeinden mit kritischen Bemerkungen zur Einführung des Wehrkundeunterrichtes an den DDR-Schulen.
Rudolf Bahro wird am 30.06 wegen "geheimdienstlicher Verbindungsaufnahme" zu acht Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
Am 26.08 startet Sigmund Jähn an der Seite von Waleri Bykowski an Bord der sowjetischen Raumkapsel "Sojus 31""ins Weltall. Er wird von den DDR-Medien als "erster Deutscher in dem All" propagandistisch verarbeitet.
Mit Schuljahresbeginn am 1.09 wird in den 9. und 10. Klassen der Polytechnischen Oberschulen der Wehrkundeunterrricht eingeführt.
Am 13.10 verabschiedet die Volkskammer ein neues Gesetz über die Landesverteidigung.
Der DDR-Außenminister Oskar Fischer besucht vom 26./27.10 Italien. Es wird ein Abkommen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit geschlossen.
Am 16.12 kommt es zu einer Vereinbarung über den Bau einer Autobahn Berlin - Hamburg, die Instandhaltung der Transitwasserstraße nach West-Berlin und die Wiedereröffnung des Teltow-Kanals.
Buch-Tipp: Tödlicher Irrtum. Die Geschichte der RAF beschrieben bis in das kleinste Detail von der 1. - 3. Generation das Buch ist leicht zu verstehen, einfach zu lesen, häufig sehr kurze Sätze. Butz Peters hat es sehr exakt genommen und sich auch große Mühe gegeben, z. B. bei "Aktionen" der RAF (Tag, Uhrzeit, Ort, Zeugen, Polizeifahndung, BKA, Straßennamen, Autos, Kennzeichen, etc. ). Man erfährt... |
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Staatsratsvorsitzender Erich Honecker und Ministerpräsident Willi Stoph besuchen vom 8. bis 21.01 Indien. Ein Abkommen über wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit wird unterzeichnet.
Vom 15.-24.02 reist Erich Honecker nach Libyen, Angola, Sambia und Mosambik.
Am 21.02 wird eine Verordnung über Tätigkeit von Publikationsorganen und Korrespondenten anderer Staaten in der DDR veröffentlicht.
Am 7.04 stirbt in Berlin der sozialistische Erzähler Bruno Apitz ("Nackt unter Wölfen").
Ab dem 14.04 machen neue Durchführungsbestimmungen zur Verordnung über die Tätigkeit von Journalisten in der DDR Interviews und Reportagen genehmigungspflichtig und Reisen in die DDR außerhalb Ost-Berlins meldepflichtig.
Die Volkskammer beschließt am 28.06 eine Änderung das Wahlgesetzes. Künftig werden die Berliner Abgeordneten der Volkskammer direkt gewählt. Das 3. Strafrechtsänderungsgesetz wird verabschiedet. Es enthält Verschärfungen des politischen Strafrechts. Ferner wird eine Ergänzung des Zoll- bzw. Devisengesetzes beschlossen.
Am 28.06 stirbt in Berlin der Komponist Paul Dessau, ein Freund Bertolt Brechts.
Am 4.09 wird ein Konsularvertrag mit den Vereinigte Staaten Amerika abgeschlossen.
Das ZK der SED, der Ministerrat und der Bundesvorstand des FDGB beschließen am 28.09 die Erhöhung der Renten und eine Erweiterung der Sozialleistungen mit Wirkung zu dem 1.12.
Anlässlich des 30. Jahrestages der DDR stattet Leonid Iljitsch Breschnew der DDR vom 4.-8.10 einen Besuch ab und kündigt den Abzug von 20 Tausend Soldaten und 1 Tausend Panzern an.
Am 7.11 wird Klaus Gysi neuer Staatssekretär für Kirchenfragen.
Rudolf Bahro wird am 10.11 auf Grund einer Amnestie aus dem Gefängnis entlassen und reist in die Bundesrepublik Deutschland aus.
Die NATO-Staaten einigen sich auf einer Sondersitzung am 12.12 in Brüssel über den NATO-Doppelbeschluss.
Aus Anlass des 30. Jahrestages der DDR wird am 14.12 eine Amnestie erlassen. 21.928 Strafgefangene werden entlassen.
Am 21.12 unterzeichnen die DDR und die BRD ein Veterinärabkommen.
Buch-Tipp: Vier Zeiten. Einsame Spitze Um es gleich zu sagen: Ich habe noch selten eine so tolle Autobiographie gelesen. Wer allerdings mehr über das Leben Richard von Weizsäckers erfahren will, der hält sich vielleicht doch lieber an eine der unzähligen Biographien, denn von Weizsäcker hat eine ganz eigene Herangehensweise an seine Autobiographie. Er nimmt sich... |
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